Chamorchis alpina

Chamorchis alpina Chamorchis alpina

dt: Zwergorchis

engl: Alpine Orchid

frz: Chamis-Orchis

Gattung: Chamorchis

Chamorchis ist eine monospzifische Orchideengattung, umfasst also nur eine Art. Die nächste Verwandtschaft besteht nach Erkenntnissen der Molekularbiologen mit Traunsteinera sowie danach mit Platanthera, Gymnadenia und Dactylorhiza. Die Vorsilbe "Cham" leitet sich ab von dem griechischen "kamei", was so viel bedeutet wie "niedrig" oder "am Boden".

Charakteristisch sind die zahlreichen grundständigen Blätter, die wie ein Grasbüschel wirken.

Chamorchis alpina ist die wohl kleinste Orchidee in Europa. Sie hat eine Rosette mit vier bis zehn rinnig gefalteten Blättern. Der Blütenstand trägt 2 bis 12 winzige Blüten mit einer gelblich-grünen Lippe, die nur schwach dreilappig ist. Sepalen und Petalen sind zu einem Helm zusammengefasst, die Blüte hat keinen Sporn. Der Fruchtknoten ist gedreht und oft braun überlaufen. Auffallend sind die relativ großen grünen Tragblätter. Bestäuber sind vermutlich kleine Fliegen und Käfer. Aufgrund des hohen Fruchtansatzes wird aber auch Autogamie vermutet.

Die lichtbedürftige Art wächst auf offenen Wiesen und Weiden im Hochgebirge zwischen 1.400 und 2.700 Metern Höhe.

3 bis 12 Zentimeter hoch

Blütezeit: Juli bis August

Die relativ seltene Art wächst in den Alpen, in Skandinavien und in der Hohen Tatra.